Print Media Academy: Der Weg zur nachhaltigen Eventlocation

Gastbeitrag vom Nachhaltigkeitsexperten Jürgen May

Bei der zunehmenden Nachfrage nach Green Meetings und Green Events stellt sich für viele Locations die Frage wie sie zur nachhaltigen Location werden. Aufklärung darüber gibt der folgende Gastbeitrag von Jürgen May, der den Nachhaltigkeitsprozess am Beispiel der Location ‚Print Media Academy’ aufzeigt und damit ganz konkrete Einblicke gewährt.

Nachhaltige Location Print Media Academy in Heidelberg
Nachhaltige Location Print Media Academy in Heidelberg

Projekt: Nachhaltig tagen in der Print Media Academy
Auftraggeber/Agentur: pro event live‐communication GmbH
Kunde: Heidelberger Druckmaschinen AG
Projektstart-/dauer: 07/2013 – 02/2014

Seit mehr als 20 Jahren spielt das Thema Umweltschutz bei der Heidelberger Druckmaschinen AG eine große Rolle. Fast alle der 17 Produktionsstandorte sind im Bereich Energie- und Umweltmanagement nach ISO Normen zertifiziert. Zudem bietet der Marktführer klimaneutrale Druckmaschinen an. Mit der nachhaltigen Umsetzung des Heidelberger Messeauftrittes bei der Leitmesse der Druckbranche, der drupa 2012, wurde erstmals ein kompletter Messeprozess über einen Zeitraum von 15 Monaten auf Basis nachhaltiger Kriterien realisiert. Mit durchschlagendem Erfolg!

Nachhaltiges Engagement und clevere Ideen in der Umsetzung haben nicht nur der Umwelt Gutes getan, sondern auch 600.000 EUR im Messebudget eingespart. Dies entkräftet auch das Vorurteil, dass nachhaltiges Engagement einiges mehr an Geld kostet!

Basis des Erfolgs war ein eventspezifisches Umweltmanagementsystem: EVENTUMS®, ein Umweltmanagementsystem, eigens für Messen und Events, welches wir im Auftrag und in Zusammenarbeit mit der betreuenden Agentur pro event entwickelt haben. Die Heidelberger Agentur für Live-Kommunikation ist bereits seit vier Jahren einer der führenden Player in Sachen Nachhaltigkeit und wurde als erste Agentur in der Eventbranche mit dem Zertifikat „Sustainable Company“ ausgezeichnet.

Da war es nur die logische Konsequenz, dass die Büro-, Schulungs- und Eventlocation der Heidelberger Druckmaschinen AG – die Print Media Academy – sich dem Nachhaltigkeitsprozess anschloss. Zudem ist die Nachfrage nach Green Meetings und nachhaltigen Locations in den letzten 2 Jahren stark angestiegen. Ein Großteil der Unternehmen, die Eventmarketing als Instrument der Marken- und Unternehmenskommunikation nutzen, achten inzwischen bei diesen „außer Haus“ Aktivitäten verstärkt auf die Einhaltung ökologischer und sozialer Belange.

Sustainability Roadmap: Nachhaltig Tagen in der Print Media Academy
Sustainability Roadmap: Nachhaltig Tagen in der Print Media Academy

Zur Print Media Academy

Die Print Media Academy, kurz auch PMA genannt, ist ein eindrucksvolles Gebäude im Herzen Heidelbergs. Der 50 Meter hohe Glaskubus ist nicht einfach nur schön – er steckt auch voller Metaphern und Symbole, die auf Druckprozesse und die Geschichte der Druckerkunst anspielen. Diese außergewöhnliche Location für Events, Kongresse und Seminare bietet flexible Räume auf sechs Ebenen, ein großzügiges Foyer und ein hochmodernes Auditorium sowie Meetingräume in den beeindruckenden Zylindertürmen.

Die Herausforderung

Die Nachfrage nach sogenannten „Green Meetings“ auf Seiten der Veranstalter steigt stetig. Die Heidelberger Location sollte deshalb zukünftig auch den Erwartungen umweltbewusster Kunden und Gäste bei Kongressen, Konferenzen, Tagungen sowie Seminaren entsprechen.

Beauftragt von der pro event live-communication GmbH entwickelten wir im ersten Schritt die nachhaltigen Leitlinien für ein umweltfreundliches Eventmanagement in der Print Media Academy. Es ging hierbei primär um ein zeitgemäßes Handeln und eine glaubwürdige Transparenz, um die Nachhaltigkeitsaspekte der Location in eine erfolgreiche Businessstrategie zu wandeln.

Die Sensibilisierungsphase

Eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln und in das laufende Geschäft zu integrieren, ist ein kontinuierlicher Prozess, der nur Schritt für Schritt erfolgen kann. Es braucht dazu sinnvolle Systeme, verbindliche Regelungen und vor allem das Mitwirken aller an dem Projekt beteiligter Partner.

Aus diesem Grund wurden die Mitarbeiter aus dem Event- und Objektmanagement, dem Marketing, der Verkaufsleitung, der Haustechnik und internen Sicherheit sowie die wichtigsten Lieferanten und Dienstleister aus den Bereichen Catering, Reinigung und Medientechnik zu einem Informationsgespräch eingeladen. Nur wer informiert ist, ist motiviert – und wer motiviert ist, handelt!

Das Meeting startete mit einem Impulsvortrag zum Thema Nachhaltigkeit und anschaulichen Praxisbeispielen in lockerer Atmosphäre. Dadurch erhielten die Teilnehmer einen kompakten und anschaulichen Überblick über die geplanten notwendigen Maßnahmen, Anregungen sich mit Ideen, Leistungen und Produkten einzubringen, als auch zu Marktchancen und Wettbewerbsvorteilen, die durch eine nachhaltige und klimafreundliche Optimierung der Print Media Academy entstehen.

Die Basisanalyse

Der Weg zur nachhaltigen Print Media Academy begann mit einem kritischen Blick auf das eigene Handeln. Unsere Fragestellung: Wo liegen die Stärken und Schwächen?

Aus diesem Grund wurde die Print Media Academy einem nachhaltigen Auditierungsprozess unterzogen. Die Basisanalyse bezog sich auf alle relevanten Handlungsfelder, wie Mobilität, Energie, Wasser, Technik, Reinigung, Beschaffung, Catering und Abfallmanagement.

Hierbei erfolgte auch die Betrachtung von Aktivitäten und Maßnahmen, welche innerhalb der PMA unter nachhaltigen Gesichtspunkten bereits bewusst, wie auch unbewusst, umgesetzt wurden.

Der Lieferantenaudit

Beim Bereich Beschaffung ging es anschließend um den möglichst umweltverträglichen Einkauf sämtlicher für die Location benötigten Güter und Dienstleistungen. Wichtig dabei war, dass die internen Nachhaltigkeitskriterien und Leitlinien der PMA auch in den Beschaffungsvorgängen verankert wurden und Eingang in Ausschreibungen und Verträge fanden.

Ähnlich einer Basisanalyse wurden alle Lieferanten und Dienstleister einem nachhaltigen Lieferantenaudit unterzogen. Jedes an der Print Media Academy beteiligte Liefer- und Produktionsunternehmen wurde dadurch verpflichtet, transparent über sein Unternehmen und Leistungen zu berichten. Dadurch erhielt das Locationmanagement den Einblick, welche konkreten Maßnahmen zur Reduzierung der negativen Umwelteffekte bereits seitens der Liefer- und Produktions- und Dienstleistungsunternehmen ergriffen wurden – beispielsweise die Etablierung eines Umweltmanagement-Systems oder die Verwendung umweltfreundlicher Materialien und erneuerbarer Energien in den Produktionsprozessen.

Die CO2 – Bilanzierung

Abschließend erfolgte die Erstellung eines CO2-Fußabdrucks der Print Media Academy.

Über die Ergebnisse des CO2-Fußabdrucks wurden sogenannte Emissions-Hot-Spots identifiziert. Die Daten der CO2-Bilanz flossen in den Feedback-Bericht ein und dienten, mit den Ergebnissen der Basisanalyse und des Lieferantenaudits, zur anschließenden Priorisierung von Handlungsempfehlungen. Die Priorisierung unserer Handlungsempfehlungen half anschließend strategische Entscheidungen und operative Umsetzungsmaßnahmen klar zu trennen und in der richtigen Reihenfolge anzugehen.

Der CO2-Fußabdruck der Print Media Academy hat allerdings noch einen zusätzlichen Nutzen für die Kunden der Location. Da immer mehr Unternehmen die CO2-Werte ihrer Eventmaßnahmen in den jährlichen Nachhaltigkeitsberichten aufzeigen möchten, kann der Kunde sich eine CO2-Bilanz und einen Event-Benchmark kostengünstig ermitteln lassen. Kostengünstig deshalb, da die CO2-Bilanzdaten der Location kostenfrei den Kunden und Veranstaltern zur Verfügung gestellt werden.

Die beeindruckenden Zylindertürme beherben die Meetingräume der Print Media Academy
Die beeindruckenden Zylindertürme beherben die Meetingräume der Print Media Academy

Green Guide regionaler Hotel-, Event- und nationaler Servicepartner

Nachhaltigkeit endet nicht vor der Tür der Print Media Academy. Kunden, die nachhaltig veranstalten wollen, betrachten meist die gesamte Wertschöpfungskette ihres Events.
Deshalb wurde in der Nachhaltigkeitsstrategie der Print Media Academy ein besonderer Kundenservice berücksichtigt. Im regionalen Umfeld wurden Hotels auf nachhaltige Kriterien geprüft. Ebenso werden klimafreundlich aufgestellte Transportbetriebe mit Erdgas- bzw. Hybridantrieb empfohlen.

Durch die Kooperation mit der Klimaagentur CO2OL aus Bonn können Veranstalter eine GreenMobility Plattform und CO2-Apps zur optimierten An- und Abreise ihrer Gäste im Rahmen ihres Teilnehmermanagements einsetzen. Ebenso ist es möglich einen CO2-Event- und Messerechner bei der Planung von Events in der Print Media Academy kostengünstig zu nutzen. In Europa ist der Partner CO2OL mit mittlerweile über 500 klimafreundlich optimierten Veranstaltungen Marktführer im Bereich Beratung und Betreuung von Green Events bzw. Green Meetings.

Weiterbildung

In den kommenden Wochen steht das Thema Weiterbildung an. Durch Inhouse-Schulungen bieten wir dem Print Media Academy Team die Möglichkeit, strukturiert und praxisorientiert, das Thema eventspezifische Nachhaltigkeit für die Kundenberatung sowie für die Planung, Organisation und Umsetzung von Events zu optimieren, um somit fachlich immer auf dem aktuellsten Stand zu sein.

Das Fazit

Inzwischen ist energieeffizient, umwelt- und klimafreundlich Tagen in der Print Media Academy möglich durch:

  • ISO 14001 zertifizierte Location
  • CO2-bilanzierte Location
  • ein Energiekonzept mit 100% Öko-Strom
  • energieeffiziente Tagungs- und Veranstaltungstechnik
  • modernste energiesparende Lichttechnik
  • ideale Tageslichtnutzung
  • Heizenergie aus ressourcenschonenden Quellen
  • klimaschonende An- und Abreise
  • regionales, biologisches Catering
  • den Einsatz ökologisch zertifizierter Reinigungsmittel
  • Abfalltrennung und –vermeidung
  • barrierefreie, ebenerdig zugängliche Location
  • individuelle CO2-Optimierungstools für Veranstalter
  • einen Green Guide

Was uns besonders freut

Die Print Media Academy übernimmt damit eine Vorreiterrolle in der Metropolregion Rhein-Neckar. Bereits bei dem ersten Messeauftritt, auf der LOCATIONS Rhein-Neckar vor zwei Wochen, durften wir am Stand die rege Nachfrage zu Möglichkeiten für die Durchführung von Green Meetings live erleben.

 

Dieses Interview mit Jürgen May könnte Dich auch interessieren: ‚Nachhaltigkeitscheck: Wie wird meine Location zur Green Meeting Location?‘ 

Hotel Studie 2013: Neuland Google+ und welche Hotels bereits erfolgreich dabei sind

Während Facebook für 89 Prozent der Hotels zum Alltag gehört, stellt Google+ für die meisten Neuland dar. Nur 37 Prozent besitzen eine eigene Google+ Präsenz. Das ist das Ergebnis unserer Social Media & Online-Marketing Studie, in der wir die 100 umsatzstärksten Hotels in Deutschland untersucht haben. Vergleicht man die Social Media Kanäle, die von Hotels genutzt werden liegt Google+ an vorletzter Stelle. Und das obwohl es als Googles eigenes Netzwerk ein entsprechend einflussreicher Kanal ist.

Hotel-Präsenzen in Prozent nach Social Media Kanal

Hotel Studie 2013: Hotel-Präsenzen in Prozent nach Social Media Kanal
Hotel Studie 2013: Hotel-Präsenzen in Prozent nach Social Media Kanal

Welche Hotels haben aber bereits den Schritt ins „Neuland“ Google+ gewagt? Und welches sind die Top Hotels auf Google+? Das beliebteste Hotel auf Google+ ist das Hotel Berlin, Berlin mit +955. Es folgen das Estrel Berlin mit +815, das Hotel Traube Tonbach mit +457 und das Hotel Neptun in Warnemünde mit +328. Den fünften Platz belegt Hotel Hilton Berlin mit +314.

Top Hotels Google+

Hotel Studie: Anzahl an +1 auf Google+
Hotel Studie: Anzahl an +1 auf Google+

Im Durchschnitt haben die Hotels auf Google+ 48 „+1“. Dabei fällt zum einen der große Unterschied zu Facebook Fanzahlen auf (höchste Fanzahl innerhalb der Studie liegt bei 30.662). Zum anderen haben viele Hotels sehr wenig bis gar keine Anhänger in Googles Netzwerk, wie z.B. das Schloss Elmau Luxury Spa & Cultural Hideaway mit keinem +1. Ähnliches zeigt sich bei der Anzahl der Beiträge auf Google+: Es wurden 0-13 Beiträge innerhalb des Prüfungzeitraumes von zwei Wochen gezählt, wobei das Hotel Berlin, Berlin abermals an erster Stelle steht. Die folgende Übersicht zeigt welche fünf Hotels am meisten auf Google+ posten:

Top Hotels Google+ Beiträge

Hotel Studie: Anzahl an Beiträgen auf Google+ innerhalb von 2 Wochen
Hotel Studie: Anzahl an Beiträgen auf Google+ innerhalb von 2 Wochen

Erfolgsfaktoren Google+

Um das Potenzial von Google+ voll zu nutzen und die Sichtbarkeit (auch in der Suchmaschine Google) zu erhöhen, sollten Hotels schnellstens auf Google+ aktiv werden. Wir haben dafür die wichtigsten Faktoren für den Erfolg zusammengestellt:

  1. Google+ Hotel Page anlegen.
  2. Regelmäßige Beiträge posten (idealerweise mehrmals täglich – im Gegensatz zu Facebook!).
  3. Kunden, Partner, Lieferanten etc. gezielt über die „Circle“ adressieren.
  4. Wichtige und allgemein interessante Beiträge immer öffentlich posten, so dass sie auch bei Google Suchen angezeigt werden können.
  5. Bilder und Videos posten.
  6. Gewinnspiele kommen hier ebenso so gut an wie auf Facebook.
  7. Transparent und authentisch kommunizieren.
  8. Die Gesichter hinter dem Hotel zeigen sowie Informationen zum Hotel selbst geben.
  9. Geben, statt nehmen: für andere Beiträge +1 geben sowie diese kommentieren.
  10. Dialog statt Monolog: Mit Nutzern und Followern in Interaktion treten, andere einbinden, auf Beiträge und Kommentare angemessen reagieren.

Das wichtigste: Starten, lernen und verbessern. Die wenigsten Unternehmen starten perfekt auf Google+. Wichtiger ist es dran zu bleiben, auszuprobieren, von anderen zu lernen um sich Schritt für Schritt zu verbessern. Das Ergebnis wird sich sehen lassen.

Wir sind gespannt wie sich die Nutzung von Google+ durch Hotels entwickeln wird. Die zweite Auflage unsere Studie ist fest für 2014 eingeplant. Wer sich für die ausführlichen Ergebnisse unserer diesjährigen Hotel-Studie interessiert kann sich die Studie kostenlos downloaden: Hier klicken und zur Studien-Website gelangen!

Social Media Studie 2013: Die beliebtesten Hotels auf Facebook

Am Social Media Netzwerk Facebook kommt mittlerweile kein Hotel vorbei. Doch wie beliebt sind die Hotels unter Facebook Nutzern und vor allem welches Hotel ist am beliebtesten? Dieser Frage sind wir in unserer ersten Social Media & Online-Marketing Studie für Hotels nachgegangen. Wir haben die 100 umsatzstärksten Hotels Deutschlands genommen und siehe da 98 Prozent der Hotels pflegen eine Facebook-Fanpage.

Mit Abstand am beliebtesten ist der Ferienpark Weissenhäuser Strand, der unglaubliche 30.662 Fans aufweisen kann. Auf Platz zwei landet das Mandarin Oriental mit 20.004 Fans. Das Kameha Grand Bonn ist mit 17.570 stolzer dritter Sieger dieser Rangliste. Platz vier nimmt das Hotel Traube Tonbach mit 15.832 ein, dicht gefolgt vom East Hotel & Restaurant mit 15.727, das damit auf dem fünften Platz landet.

Top 5 Hotels Facebook Fans

Hotel Studie: Anzahl Fans auf Facebook
Hotel Studie: Anzahl Fans auf Facebook

Dabei liegen solche Fan-Zahlen für die Mehrzahl der Hotels in weiter Ferne. Die folgende Abbildung zeigt den Long Tail von Hotels, die nur wenige Fans haben. Schlusslicht sind hier das Hilton Mainz mit 145 Fans und das Dormero Hotel Stuttgart mit 108 Fans.
Übrigens haben die untersuchten Hotels im Durchschnitt 3.127 Fans.

Verteilung Facebook Fans

Hotel Studie: Verteilung der Fans auf Facebook
Hotel Studie: Verteilung der Fans auf Facebook

Erfolgsrezept Facebook

Was macht die wenigen Hotels auf Facebook so beliebt? Wo liegt ihr Erfolgsrezept? Wenn man sich die Studienergebnisse genauer ansieht, wird deutlich, dass es nicht einfach an einer hohen Frequenz von Beiträgen, so genannten Postings, liegt. Das Motto lautet hier nicht ‚je mehr desto besser’. Vielmehr zeigen aktuelle Studien (wie z.B. von vi knallgrau und FH Joanneum: „Studie: Welche Inhalte auf Facebook funktionieren“), dass man nur alle drei Tage posten sollte. Dafür ist die Kontinuität wichtig. Die beliebtesten Hotels auf Facebook gehen in Interaktion mit Ihren Fans, stellen Fragen, beziehen Fans in Umfragen ein und belohnen mit Gewinnspielen. Außerdem geben sie Einblicke ‚hinter die Kulissen’ und da dürfen Fotos natürlich nicht fehlen. Die erfolgreichen Hotels auf Facebook zeigen die Menschen hinter dem Hotel und sprechen Emotionen an. Hier wird deutlich, das ist geplante, aber echte Kommunikation. Kein unpersönlicher One-Way-Kanal.

Für die Postings auf Facebook heißt das konkret: den Nutzer direkt ansprechen, Postings einfach und konkret formulieren, am besten die Gefühle der Nutzer ansprechen und dabei unter 4 Zeilen bleiben! Außerdem erzielen Postings mit doppelter Breite einen signifikant höheren Viralitätsfaktor (das sollte aber nur für wichtige Beiträge ausgewählt werden).

Und wann sollte man am besten posten? Die oben genannte Studie hat herausgefunden, dass die beste Posting Zeit zwischen 10:00 und 11:00 Uhr liege sowie zwischen 19:00 und 20:00 Uhr. Das sollte man in jedem Fall ausprobieren und schauen, was am besten funktioniert. Auch Sonntags kann es sich lohnen zu posten.

eventsofa hat im Sommer 2013 die 100 umsatzstärksten Hotels hinsichtlich ihrer Social Media und Online-Marketing Aktivitäten untersucht. Die Studie betrachtet dabei sowohl die wichtigen Social Media Kanäle als auch die Hotel-Websites und Faktoren wie Traffic, Backlinks sowie digitale Maßnahmen zur Kundenbindung wie App, Blog und Newsletter. Die ausführliche Hotel Studie findet Ihr hier zum kostenlosen Download: Hier klicken und zur Studien-Website gelangen

Buchrezension: Das große Online Marketing Praxisbuch

Alle wichtigen Aspekte & die besten Erfolgsstrategien

Das große Online Marketing Praxisbuch
Das große Online Marketing Praxisbuch

Der im Juli 2012 erschienene Ratgeber “Das große Online Marketing Praxisbuch” von Andre Alpar und Dominik Wojcik gibt einen weitläufigen Überblick rund um das Thema Online Marketing. Vorab kurz zu den Autoren: Andre Alpar beschäftigt sich nun schon seit über zehn Jahren mit dem Bereich Online Marketing und sieht es nun als seine Aufgabe, zusammen mit Dominik Wojcik, Mitgründer der SEO-Agentur Trust Agents, den Unternehmen Tipps und Ratschläge zu geben.

Online Marketing gibt es nicht erst seit gestern und es gibt schon einige Experten auf dem Gebiet. Besonders wenn es um Social Networks oder Suchmaschinenoptimierung (SEO) geht, kennen sich schon eine Menge Firmen gut aus. Der Fokus liegt nun auf den kleineren Unternehmen, die noch Scheu vor Facebook, Twitter oder Google+ oder allgemein der Vermarktung via Internet zeigen.

Auf 765 Seiten und in 24 Kapiteln werden neue Strategien des Online Marketings angeführt und es werden hilfreiche Erfahrungsberichte und spannende Interviews gegeben, die helfen sollen, die Tipps auf den eigenen Erfolg zu übertragen. Themen wie optimales Suchen durch Google, Bing & Co., Customer-Relationship-Management oder SEO und On- bzw. Offpage-Rankingfaktoren stehen im Vordergrund. Ich habe meinen Augenmerk vor allem auf die Kapitel “Virales Marketing” und “Guerilla Marketing” gelenkt und möchte Euch diesbezüglich hilfreiche Tipps geben, die Ihr auf Eure Location projizieren könnt.

Gründet man eine Veranstaltungsstätte oder eröffnet man eine Eventlocation, ein Restaurant oder ein Hotel, steht als aller erstes die Frage im Vordergrund: Wie lenke ich die Aufmerksamkeit auf mich und meine Location? Zu Beginn ist es immer schwierig, Kunden zu erreichen, aber mit den richtigen Tipps und ein wenig Geschick in Sachen Online Marketing, kann Deine Location schnell zu einem erfolgreichen Anlaufpunkt werden. Auch für die Firmen, die schon länger beständig sind, ist es weiterhin interessant, ihren Namen noch bekannter zu machen.

Virales Marketing

Virales Marketing ist genau das: die Fähigkeit durch Online Marketing auf sich und sein Unternehmen aufmerksam zu machen. Wie ein Virus sollen die Informationen von Kunde zu Kunde übertragen werden, nur spielt der Virus hier die positive Rolle. Eigentlich verständlich oder? Also wie nun lässt sich dies letztendlich auf die eigene Location anwenden?

Tipps & Tricks rund um Virales Marketing

1. Checkliste mit Zielen erstellen / Zielgruppe festlegen

Bei Viralem Marketing soll von drei Arbeitsphasen ausgegangen werden: 1. Vergegenwärtigung, 2. Reflexion, 3. Potenzialerkennung und Umsetzung. Erstellt eine virale Checkliste, indem Ihr die drei Phasen bezüglich verschiedener Faktoren testet. Zu diesen Faktoren gehört es, virale Prozesse zu konzipieren, implementieren, zu testen und zu verbessern. Stellt Euch die Frage, was die Multiplikatoren Eurer Zielgruppe sind. Habt Ihr daran gedacht, auf den Social-Media Plattformen aktiv mitzuwirken? Dann ist das gröbste geschafft.

2. Neue Aufmerksamkeitsressourcen nutzen

In der heutigen Zeit, in der viele Marketingstrategien auf Werbung und der Präsenz im Internet ausgerichtet sind, wird die Mundpropaganda oft unterschätzt. Was kauft die Konkurrenz? Bietet die Location auf der anderen Straßenseite mehr Specials an als meine eigene? Kunden sprechen miteinander und geben Empfehlungen weiter. Die Freundin geht lieber in ein Restaurant, in dem es ihrer Freundin auch geschmeckt hat; man hatte eine tolle Tagungssitzung in einem erstklassigen Hotel und empfiehlt dieses an die nächste Abteilung weiter. Mundpropaganda sollte man ernst nehmen und dafür sorgen, dass die Location immer gute Bewertungen kassiert.

3. Neues präsentieren – Neues hat immer eine Anziehungskraft

Aus sämtlichen Tests und hochgradigen Studien ging hervor, dass Neues immer besser ankommt als schon Bekanntes. Setzt neue Produkte auf den Markt, werbt mit neuen Anzeigetafeln oder verbesserten Rezepturen, je nach dem in welchem Bereich Ihr tätig sind.

4. Eine Erfolgsstrategie entwickeln

Eine gute Erfolgsstrategie ist wichtig für ein beständige Veranstaltungsstätte. Hier ein paar Tipps und Anregungen: Stellt Euch die Frage, ob Eure Kampagne wirklich neu ist. Sollte es eine schon bekannte Idee sein, sorgt dafür, dass Ihr Euch von anderen Locations abhebt und wirklich etwas Neues in die Welt setzt. Interpretiert die Idee neu, beweist etwas Kreativität.

5. Mit Belohnungen werben

Bietet Euren Gästen eine Belohnung an oder ein Geschenk für die Treue. Was springt für sie dabei heraus, wenn sie ausgerechnet zu Euch kommen? Bleibt hartnäckig. Versucht die Nutzer auf lange Sicht an Euch zu binden.

6. Für positive Empfehlungen sorgen

Man trifft immer wieder auf dieses Thema und so merkt man, wie wichtig es eigentlich ist. Ist man auf der Suche nach einem Produkt, einem Unternehmen oder einem Veranstaltungsort, ist es heutzutage üblich Empfehlungen von Menschen zu lesen, die auf der gleichen Suche waren. Diese Leute waren deinen Gästen ähnlich und haben vermutlich die selben Ansprüche wie sie. Eine tolle Hilfe also, die beste Entscheidung zu treffen. Umso wichtiger ist es als Unternehmen, positive Berichte präsentieren zu können. Motiviert Eure Gäste, über Euch abzustimmen.

7. Soziale Netzwerke nutzen und Präsenz zeigen

Laut Alpar und Wojcik, aber auch aus eigener Erfahrung, sind soziale Netzwerke bei der Vermarktung einer Location besonders wichtig. Die Vielzahl der deutschen Internetnutzer ist bei Facebook, Google+ oder Twitter angemeldet. Über Youtube lassen sich Videos verbreiten und Xing ist besonders für Geschäftskontakte empfehlenswert. Über soziale Netzwerke kommt man besser an die Verbraucher heran und kann sie stets auf dem Laufenden halten. So zeigt eine Studie zum Beispiel, dass besonders die Jugendlichen (über 90%) in Deutschland mehr Zeit mit Facebook verbringen als vor dem Fernsehen.

Tipps & Tricks rund um Guerilla Marketing

Guerilla Marketing bezeichnet unkonventionelle virale Marketingaktionen, die im Alltag potenzieller Kunden Begeisterung auslösen sollen. Dahinter verbergen sich ungewöhnliche Vermarktungsaktionen, die mit geringem Aufwand eine große Wirkung erzielen sollen.

1. To-do-Liste für Guerilla-Marketing erstellen

Diese To-do Liste ähnelt der Checkliste aus dem Kapitel “Virales Marketing”. Hier werden wieder drei Phasen beschrieben und bezüglich verschiedenster Faktoren analysiert. Die Phasen sind erneut: 1. Vergegenwärtigung, 2.Reflexion und 3. Potenzialerkennung und Umsetzung. Sie setzen sich unterschiedlich zusammen, wenn verschiedene Faktoren im Spiel sind: Guerilla-Marketing-Prozesse konzipieren, implementieren, testen, verbessern, wieder Social Networks einbinden.

2. Mitstreiter gewinnen

Gibt es etwas Neues bei Euch oder wollt Ihr einfach nur Aufmerksamkeit erregen, dann nutzt das Internet: Versendet Rund-Mails, bloggt, postet und twittert. Bringt die Leute dazu, es zu liken, teilen, retweeten, usw. Integriert Mailformulare oder Twitter-, Facebook und Google+-Buttons in Eurer Website und verknüpft Eure Posts durch Links zu weiteren Seiten.

3. Verbreitet Eure Website

Der Link zur Kampagnen-Website sollte so breit wie möglich gestreut werden, damit es auf möglichst vielen Kanälen zu sehen ist. Das Ziel ist es, möglichst viele Menschen denken zu lassen, sie hätten Deine Kampagne als erste aus deren Freundes- und Mitarbeiterkreis gesehen. Sie verbreiten die Nachricht und haben das Gefühl, alle zu informieren. Werbung, von der Leute denken, sie hätten schon die Runde gemacht, werden nicht weiter verbreitet.

4. Mit gezielter Werbung einen “Wow-Effekt” hervorrufen

Versucht die Menschen zu faszinieren und zu überraschen. Hierbei spielt das ‘Sensation Marketing’ eine bedeutende Rolle. Mit seinen einmaligen, unkonventionellen und spektakulären Aktionen, könnt Ihr umso mehr einen Wow-Effekt erzielen. Scheut Euch nicht und erregt Aufmerksamkeit.

5. Instrumente des Guerilla Marketing (Low-Budget- / New-Media-Guerilla-Marketing)

Nutzt die Methode des Low-Budget-Guerilla-Marketings um die Zielgruppe mit kreativen und ausgefallenen Ideen direkt anzusprechen. Betont Besonderheiten und erstellt z.B. auffällige Visitenkarten mit einer klaren Botschaft oder originelle Flyer. Lasst Euch etwas einfallen, um die Aufmerksamkeit auf Euch zu lenken.

Das New-Media-Marketing spezialisiert sich auf den Mobilfunkmarkt. Hier könnte man sich überlegen, ob eine App für die Location sinnvoll wäre.

6. Beispiel für Guerilla Aktionen

Um heutzutage die Aufmerksamkeit auf seine Location oder sein Produkt zu lenken, reichen meist Flyer oder ein 30-sekündiger Werbespot nicht mehr aus. Man braucht witzige Ideen, die die Leute dazu bringt, stehen zu bleiben und darüber nachzudenken.
Hier ein Beispiel: Um das Produkt “Meister Propper” auf eine besondere Weise zu vermarkten, haben sich die Marketing Leute auch etwas lustiges einfallen lassen. Da das Waschmittel graue Wäsche wieder weiß machen soll, wurde dieser Effekt anhand eines Zebrastreifens verdeutlicht. Ein Streifen dieser schon verblassten Zebrastreifen wurde mit weißer strahlender Farbe überstrichen und das “Meister Propper” – Logo hinzugefügt. Die Menschen überqueren die Straße und werden aufmerksam auf den einen leuchtenden Streifen. Vielleicht fällt Euch auch etwas ein, womit Ihr Eure Gäste beeindrucken könnt.

Fazit

Das große Online Marketing Praxisbuch ist ein gutes Buch, um einen Überblick über verschiedene Marketing Strategien zu bekommen. Es ist sehr informativ und leicht verständlich.  Die hilfreichen Tipps lassen sich gut auf das eigene Unternehmen projizieren. Das Besondere sind die Experteninterviews, die das Lesen sehr abwechslungsreich machen. Online Marketing ist ein sehr wichtiger Punkt, ein Unternehmen bekannter zu machen. Du kannst die beste Geschäftsidee haben, nur leider bringt es Dir nichts, solange Du Schwierigkeiten bei der Vermarktung hast.
Alles in allem lässt sich sagen, dass das Buch sehr zu empfehlen ist, da von Social Networking bis zur Suchmaschinenoptimierung alles erklärt wird, was man wissen muss, um ein Unternehmen Online zu vermarkten.

“Social Media für Gründer & Selbstständige” v. Constanze Wolff & Roland Panter – Buchrezension

Xing, Facebook, Twitter und Co. – Wie Sie das richtige Netzwerk finden und nutzen

Fachbuch "Social Media für Gründer und Selbstständige"
Fachbuch „Social Media für Gründer und Selbstständige“

Das 176-seitige Buch „Social Media für Gründer und Selbstständige“ wurde von der PR-Beraterin, Texterin und Trainerin Constanze Wolff und dem selbstständigen Kommunikationstrainer Roland Panter geschrieben. Anfang 2013 wurde das Buch im Linde Verlag Ges.m.b.H. veröffentlicht.

Die Autoren beschäftigen sich in dem Buch mit den größten und bekanntesten Social Media Netzwerken wie Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn sowie Xing und gehen darüber hinaus auch auf die Blogosphäre ein. Das Buch ist auf Gründer und Selbstständige zugeschnitten, d.h. die Autoren gehen davon aus, dass nur ein kleines bis gar kein Werbe-Budget zur Verfügung steht. Zu Beginn erfolgt die Definition von “Social Media” inklusive Tipps was man tun sollte oder eben nicht tun sollte. Daraufhin werden die ersten zehn Schritte beschrieben, wie man am besten ins Social Media einsteigt, um später auch davon zu profitieren. Sobald der Einstieg geschafft ist, wird erklärt wie man eine Social Media Strategie zur richtigen Nutzung entwickelt. Es werden Fragen geklärt, wie z.B. Welches Netzwerk ist für welche Zielgruppe geeignet? Welche Inhalte sollten veröffentlicht werden? Welches Netzwerk ist das richtige für die eigenen Unternehmensziele? Im Anschluss wird jedes soziale Netzwerk einzeln beschrieben, welche Zielgruppe man dort findet, für welche Inhalte es geeignet ist und wie man es am besten nutzen kann. Darüber hinaus wird darauf eingegangen wie man sein Netzwerk erweitert und neue Kontakte finden kann. Die Alleinstellungsmerkmale jedes Netzwerks werden hervorgehoben und es werden nützliche Tipps gegeben, wie man sich selbst als Experte etablieren kann und sich einen guten Ruf erarbeitet. Weiterhin gibt es zwischen den Kapiteln Interviews mit verschiedenen Personen von Unternehmen, die dort ebenfalls Tipps zur richtigen Nutzung des jeweiligen Netzwerks geben. Am Ende des Buches wird darauf eingegangen warum man regelmäßig “Netzwerkhygiene” betreiben sollte und wie man am besten eine netzwerkübergreifende Kommunikation plant und organisiert. Schließlich werden auch Programme zur Erfolgsmessung vorgestellt und es wird auf die rechtlichen Rahmenbedingungen hingewiesen.

Social Media für Einsteiger – Tipps, Tricks und Aha-Effekte

Ich habe zu diesem Buch gegriffen, da ich in einem jungen Unternehmen bzw. Startup arbeite und sich der Titel sehr interessant und vor allem passend angehört hat. Da ich vorher schon einige Bücher zum Thema Social Media gelesen habe, war ich sehr gespannt, ob und was ich in diesem Buch Neues lernen konnte. Tatsächlich habe ich viele neue Informationen erhalten und bin total begeistert von dem Buch. Auch oder gerade bei Netzwerken wie Facebook und Twitter dachte ich, dass ich nichts mehr dazulernen kann, aber auch dort habe ich interessante und vor allem nützliche Tipps und Informationen erhalten. Ich habe einiges über die Zielgruppe, aber auch über die Inhalte, Kundengewinnung und die Verbesserung der Reichweite von Beiträgen gelernt. Darüber hinaus fand ich es sehr gut, dass auch zwischendrin immer wieder Beispiele gebracht wurden sowie Interviews mit interessanten Unternehmern und deren Einstellung zu Social Media und bestimmten sozialen Netzwerken.

Was können Anbieter von Event Locations aus diesem Buch lernen?

1. Zeit ist Geld. Ohne Ziele und eine richtige Strategie kommt ihr im Social Media nicht weit. Wenn ihr einfach so drauflos surft und networked, geht euch wertvolle Zeit für euer Tagesschäft verloren und das kann gerade für kleinere Unternehmen, wie Restaurants oder Bars, gefährlich werden. Deshalb solltet ihr euch vorher schon Gedanken machen: Wer ist meine Zielgruppe? Was könnte diese Zielgruppe interessieren? Was möchte ich mit meiner Aktivität im Social Media erreichen, z.B. neue Lieferanten auf mich aufmerksam machen, neue Kunden gewinnen etc. und wie viel Zeit muss ich dafür am Tag einplanen? Wichtig ist, dass ihr euch darüber im Klaren seid, dass so ein Profil regelmäßige Pflege braucht und sich nicht von alleine aktualisiert und bekannt macht.

2. Von Vorteil ist es immer sich einen Ruf als Experten zu erarbeiten. Das spricht sich herum und ihr könnt zusehen wie eure Followerzahlen stetig ansteigen. Dazu solltet ihr interessante Inhalte und Themen posten, die ihr selbst recherchiert und verfasst habt. Ihr habt ein Restaurant und kennt euch gut mit Rezepten aus, dann könnt ihr doch regelmäßig etwas über die neuesten Essens-Trends schreiben. Oder wenn ihr einen Club besitzt könntet ihr über die verschiedenen Musiktrends berichten oder worauf es bei guten Parties ankommt. Wichtig ist, dass ihr eure Inhalte selbst produziert und spannend aufbereitet. Infografiken und Studien kommen immer gut an, ebenso wie Bilder und Videos, Menschen und Emotionen – allerdings müssen hier unbedingt die Urheberrechte beachtet werden.

3. Jedes Netzwerk bietet neben der eigenen Timeline Gruppen und spezielle Bereiche für bestimmte Themen an. Bei Google+ sind es die Communities, bei Facebook die Gruppen und bei Xing der Themenbereich. Dort könnt ihr eure Artikel veröffentlichen und sprecht gleich die richtige Zielgruppe an. Denkt immer daran, geben alleine reicht nicht. Da man sich im Social Media nicht persönlich gegenüberstehen kann, ist die Interaktion umso wichtiger. Wenn ihr wollt, dass jemand auf eure Beiträge reagiert, solltet ihr auch auf passende Themen bzw. Beiträge von anderen reagieren und diese kommentieren, liken/empfehlen/+1 oder teilen.

4. Um aber überhaupt ans Ziel zu kommen im sozialen Netzwerk solltet ihr unbedingt eure Zielgruppe kennen, denn nicht jede Zielgruppe ist gleichstark in jedem Netzwerk vorhanden. Wenn ihr euer Restaurant oder eure Bar bei Kunden bekannter machen möchtet, eignen sich am besten Facebook oder Google+. Dort herrscht eher der lockere und entspanntere Umgangston, man liked und empfiehlt oder checked in der Location ein. Xing und LinkedIn dagegen eignen sich super für Business Kontakte, wobei LinkedIn mehr international orientiert ist. In beiden Netzwerken könnt ihr neue Lieferanten oder Sponsoren auf euch aufmerksam machen und interessante geschäftliche Kontakte knüpfen. Twitter dagegen hat wohl das größte Potenzial in sekundenschnelle Themen und Neuigkeiten zu verbreiten und bekannt zu machen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit im großen Massensturm aufzufallen eher gering. Das Motto ist dort “Sei kreativ oder stirb”, d.h. wenn du nicht auffällst gehst du im Massensturm unter. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit ein eigenes Blog zu eröffnen und die Inhalte anschließend über die sozialen Netzwerke zu verbreiten. Im Blog habt ihr die Möglichkeit ausführlich über spannende Themen zu berichten.

5. Wichtig, aber leider kaum jemandem bekannt, ist die Tatsache, dass auch Facebook die Beiträge anhand eines bestimmten Algorithmus platziert und dementsprechend nicht jedem Follower anzeigt. Dieser sogenannte “Edgerank” wird anhand der Anzahl der Likes und Kommentare berechnet. Dementsprechend ist es von Vorteil viele Reaktionen auf einen Beitrag zu bekommen. Darüber hinaus fließt mit ein wie oft der jeweilige User die Fanpage aufruft und wie alt der Beitrag ist. Bereits nach 10 Stunden gilt der Beitrag als “alt” und wird von Facebook herunter gestuft. Auf der anderen Seite fließen Beiträge bei Google+ in die normalen Suchergebnisse von Google ein und können zu einer besseren Platzierung in den Suchergebnissen führen.

6. Alles in allem solltet ihr versuchen ein Gleichgewicht zwischen Aktivität und “Scheintod” sowie Eigenwerbung und Unterhaltung zu finden, d.h. ihr solltet regelmäßig posten und euer Profil pflegen, sonst geratet ihr in Vergessenheit. Postet ihr allerdings zu oft und zu viel können Zweifel an der Qualität der Beiträge aufkommen und ihr geht euren Followern zudem über kurz oder lang auf die Nerven. Ebenso gestaltet es sich bei dem Inhalt eurer Beiträge. Eigenwerbung ist erlaubt, aber nicht ausschließlich. Das wäre dann die moderne Art des Spamming. Deswegen ist es ratsam zwischendurch lustige und unterhaltsame Inhalte zu posten. Das kann ein Bild aus eurem Alltag sein, z.B. wie der Koch sich gerade an einem neuen Rezept versucht oder der Barkeeper eine Kiste Wein fallen gelassen hat und nun die Scherben einsammelt. Das können aber auch Hinweise auf andere interessante Artikel sein oder eure aktuelle Stimmung. Es gibt fast keine Grenzen. Hier ist Kreativität gefragt.

Fazit: Das Buch eignet sich, entgegen dem Titel, nicht nur für Gründer und Selbstständige, sondern auch für alle anderen, die sich im Bereich Social Media weiterentwickeln möchten. Es gibt einen hervorragenden Überblick über die Do’s and Don’ts im Social Media Management als auch wertvolle Tipps und Einblicke in die größten und wichtigsten sozialen Netzwerke. Durch eine Tabelle erhält man einen Eindruck von allen Netzwerken sowie deren Funktionsweise und hat so alle wichtigen Infos auf einem Blick. Ein tolles Buch, dass sich leicht lesen lässt und einige “Aha-Effekte” zu bieten hat.

Buchrezension: “Social Media – Willkommen im Heute”

“Das ECCO-Handbuch für das Social Web. Ein Leitfaden für Unternehmen und Organisationen.”

Social Media – Willkommen im Heute ECCO-Handbuch für das Social Web
Social Media – Willkommen im Heute

Für den erfolgreichen Umgang mit dem Social Web gibt es viele Instrumente und Strategien für Unternehmen, die Social Media für Marketing, aber auch Mitarbeitersuche, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit nutzen wollen. Bei der Lektüre des im November 2012 erschienenen „Social Media – Willkommen im Heute“ wird deutlich, dass sich noch längst nicht alle Unternehmen an diese Kommunikationskanäle heranwagen, auch wenn sich die “Angst vor dem unbekannten” vermeintlich aufgelöst hat. In diesem „Leitfaden für Unternehmen und Organisationen“ werden der Bereich der sozialen Netzwerke und die darauf anzuwendenden Strategien als ganzheitliches Konzept betrachtet.

Das „Handbuch für das Social Web“ basiert auf dem 2010 erschienenen Social Media Report von ECCO, einem Netz aus 32 inhabergeführten PR-Agenturen in 40 Ländern. Es umfasst 117 Seiten, die in 12 Kapitel eingeteilt sind. Nach einer Einführung in „Die Social-Media-Welt“ und einem Exkurs in die Entwicklungsgeschichte der sozialen Netzwerke, werden die „big five 2012“ vorgestellt, die fünf einflussreichsten Netzwerke: Facebook, Xing, Google+, wer-kennt-wen.de und Twitter. Neben der Besucherzahl im Monat August des Jahres 2012 gibt es Angaben zur Verwendung und Relevanz sowie Hinweise dazu, wie in dem betreffenden Netzwerk kommuniziert wird und wie Fans/Leser/Gruppenmitglieder gewonnen werden können.

In dem Kapitel „Planung einer Kampagne“ wird deutlich, dass der Social Media Bereich von Unternehmen nicht als reiner zusätzlicher Vertriebskanal betrachtet werden kann, sondern einen integralen Bestandteil der Arbeit im Unternehmen bilden sollte. „Für Social Media schreiben“ sowie die Verwendung von „Bild und Video“ bedeutet, die Netzwerke zu kennen, zu selektieren und kreativ Inhalte zu gestalten. Multimediainhalte dienen vor allem auch der Suchmaschinenoptimierung. Der Einfluss von Onsitefaktoren (z.B. Seiteninhalt und Benutzerfreundlichkeit) und Offsitefaktoren (z.B. Verlinkungen und Social Media Optimization) auf das Ranking der eigenen Website in den Suchmaschinenergebnissen wird in dem Kapitel „Search Engine Optimisation (SEO)“ erläutert. Für eine optimale Erreichbarkeit durch die Leser ist eine Anpassung der Inhalte an mobile Formate unerlässlich. In dem Kapitel „Mobiles Zeitalter“ werden das mobile Web und die Form der Apps vorgestellt sowie die Vor- und Nachteile beleuchtet. 

„Rechtliche Rahmenbedingen“ sollten vor der unternehmerischen Nutzung etwaiger Plattformen unbedingt überprüft werden, weshalb in dem entsprechenden Kapitel neben den Vorteilen auch auf die Gefahren hingewiesen wird – von Erläuterungen zu den Allgemeinen Geschäftsbedingen über Werbemöglichkeiten bis hin zur Nutzung durch Mitarbeiter. Zum Schluss liefert das Buch einige Arbeitsinstrumente für die Konzipierung und Umsetzung einer Social-Media-Plattform am Beispiel eines Ferienhotels: Social-Media-Richtlinien für das Publizieren von Inhalten auf Social-Media-Plattformen, Redaktionsrichtlinien (wie wird kommuniziert und auf Beiträge/Kritik von Fans reagiert), Redaktionsplan (Themenschwerpunkte und Erscheinungsrhythmus), Redaktionsworkflow (organisatorischer Ablauf) und Notfallplan (Reaktion auf u.a. Kritik, anstößige oder illegale Inhalte und Beleidigungen).

Nur Mut – keine Angst vor Social Media

Im privaten Bereich gibt es kaum noch einen Menschen, der nicht zumindest auf einer der sozialen Plattformen angemeldet ist. In diesem Zusammenhang scheint es zum einen verwunderlich, dass Social Media offenbar noch immer nicht zu den Pflichtdisziplinen jeder Unternehmensführung zählt, zum anderen eröffnen sich für Locationbetreiber, Unternehmen und Agenturen eine Fülle an Möglichkeiten von Marketingmaßnahmen über Mitarbeitersuche bis hin zum Vertrieb, mittels derer sie sich an das vorhandene Publikum richten können.

5 Tipps für euren erfolgreich Weg in die Social Media Kanäle

1. User abholen

Die ganze Welt tummelt sich auf den diversen Plattformen im Netz – dieses Potenzial gilt es zu erkennen und auszuschöpfen. Locationsuchende, Interessenten und Menschen die einfach nach Ratschlägen für alle Lebenslagen suchen müssen dort abgeholt werden, wo sie ihre Suche betreiben.

2. Kein Platz für Marktschreier

Social Media sollten nicht als reiner zusätzlicher Vertriebskanal betrachtet werden. Aggressive Werbung bringt in der Regel eher Minuspunkte bei den Mitgliedern auf sozialen Plattformen. Stattdessen sollte man sich um Teilhabe am Dialog und Akzeptanz innerhalb der Gemeinschaft bemühen.

3. Lesen und Lernen

Wer Teil einer Social Community werden oder sich selbst eine solche aufbauen will, muss glaubwürdig erscheinen. Hierzu sollte man seine potenziellen Follower und Kunden, ihre Interessen und Probleme sowie ihre Art zu kommunizieren kennen. Also bei Diskussionen mitlesen und daraus lernen.

4. Sinnvoll muss es sein

Egal ob über Blogbeiträge, die eigene Fanpage oder als Teilnehmer einer Diskussion, es kommt auf die Relevanz der Inhalte an. Ein Beitrag, der Mehrwert produziert, interessant und hilfreich ist, kann allein schon Werbung genug sein. Als Betreiber/Verfasser sollte man die Sinnhaftigkeit hinter einem solchen Verfahren aber auch wirklich verinnerlichen und von plumper Werbung absehen.

5. Mitarbeiter mitnehmen

Die Arbeit mit Social Media kann einerseits als Bereicherung für die Gesamtheit des Unternehmens bzw. konkret des Locationbetriebs gesehen werden. Denn es entsteht eine größere Nähe zum Kunden und dessen Bedürfnisse. Andererseits kann sie Einfluss auf die Arbeitsabläufe haben und Veränderungen erforderlichen machen. Mitarbeiter sollten geschult werden und bestimmte Freiheiten innerhalb eines angemessenen Rahmens behalten.

Fazit:

“Social Media – Willkommen im Heute” eignet sich besonders gut für Unternehmen, die sich auf den Einstieg in Social Media vorbereiten und sich eingehend mit dem Thema befassen wollen. Dieses Buch liefert neben Daten und Fakten zur Entstehung der Social-Media-Plattformen und dem Nutzerverhalten sowie praktischen Hinweisen vor allem Hilfe zur Selbsthilfe. Es ermutigt jeden sich einfach einmal zuzuhören bzw. mitzulesen, sich mit den Kanälen vertraut zu machen und sich die Sprache der dort verkehrenden potenziellen Follower anzueignen. Statt zahlreicher konkreter Anweisungen und technischer Details erhält man Werkzeuge an die Hand, mittels derer man sich die für einen passenden Umsetzungsstrategien selbst erarbeiten und damit nachhaltiges Arbeiten im Bereich Social Media erreichen kann.

 

“Google+ Einstieg und Strategien für erfolgreiches Marketing und mehr Reichweite” von Björn Tantau – Buchrezension

Mit dem Google+ Unternehmens-Profil zum Erfolg

Fachbuch "Google+ Einstieg und Strategien für erfolgreiches Marketing und mehr Reichweite"
Fachbuch „Google+ Einstieg und Strategien für erfolgreiches Marketing und mehr Reichweite“

Das Buch “Google+ Einstieg und Strategien für erfolgreiches Marketing und mehr Reichweite” von Björn Tantau erschien am 9. August 2012 im mitp-Verlag. Auf 232 Seiten erklärt Björn Tantau wie man mit Hilfe eines Google+ Profils seine Reichweite erhöht und welche Auswirkungen dies auf die Platzierung in den Google-Suchergebnissen hat.

Björn Tantau gründete 2006 seine eigene Agentur “Tameco Onlinemarketing” und betreute deutschlandweit unterschiedliche Kunden. Schon vorher war er in verschiedenen Bereichen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media tätig. Seit 2012 vertritt er als Senior Consultant und Head of Social Media die TRG – The Reach Group GmbH. Darüber hinaus ist er regelmäßig Sprecher auf Messen und Fachkonferenzen sowie Autor von verschiedenen Fachartikeln zu den Themen Linkbuilding, SEO und Social Media.

How to…? Von der Anmeldung bis zu hilfreichen Apps

Das Buch beschreibt nicht nur warum man sich sowohl als Privatperson als auch als Unternehmen bei Google+ anmelden sollte, sondern es erklärt auch detalliert wie man mehr aus seinem Profil herausholen kann. Schritt für Schritt wird erläutert wie man einen Account bei Google+ einrichten und aus diesem ein Unternehmensprofil ableiten kann. In detallierten Beschreibungen erfährt man worauf es in dem Profil ankommt, wie es mit der Privatsphäre und dem Datenschutz läuft und wie man Beiträge erstellen kann. Ebenso werden die einzelnen Funktionen, wie +1, sharen, kommentieren oder die Hangouts erklärt und beschrieben. Darauf folgen Hinweise zur internen Suche bei Google+ und inwiefern das Google+ Netzwerk mit seinen Beiträgen in die normalen Suchergebnisse von Google integriert wird und wie man dadurch eine bessere Platzierung in den Suchergebnissen bekommt. Darüber hinaus werden verschiedene Apps von Google+ aufgezeigt, die den Umgang mit dem Netzwerk vereinfachen sollen und auch mobil auf Smartphones genutzt werden können. Am Ende des Buches geht der Autor noch auf die Funktionen von Google Local und Events ein.

Der Hauptgrund warum ich zu  diesem Buch gegriffen habe war, dass ich mehr über Google+ erfahren und wissen wollte wie man mehr Interaktionen erreicht und sich besser
in den Suchergebnissen platzieren kann. Das Netzwerk gibt es erst seit Sommer 2011, aber erst vor einem halben Jahr habe ich mich aus beruflichen Gründen dort angemeldet und seitdem auch einige Fachartikel zu dem Thema gelesen. Leider war nie ganz das Richtige dabei. Deshalb waren meine Erwartungen an dieses Buch sehr hoch, da der Titel ja so einiges verspricht. Leider muss ich zugeben, dass auch dieses Buch meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat. Die ersten 140 Seiten habe ich nur überflogen, da es hier vor allem um die Grundlagen wie das Anlegen eines Accounts und das Ausfüllen des Profils geht. Ab Seite 141 (von 221 Textseiten) geht es dann um das Marketing und die Suchmaschinenoptimierung. Insbesondere die Tatsache, dass Google eine personalisierte Suche eingeführt hat sowie, dass nach dem Page und Trust Rank jetzt der Author Rank bei der Position der Suchergebnisse eine immer größere Rolle spielen wird waren neu und interessant für mich. Sehr gut fand ich auch die genauen Beschreibungen wie man diesen Author Rank erreichen kann bzw. sein Google+ Profil mit einem Blog verknüpfen kann. Die Empfehlung von verschiedenen Apps war ebenso sehr interessant und vor allem hilfreich, denn so konnte ich einen “Frühjahrsputz“ machen und einige meiner “Kontaktleichen” aussortieren. Nun habe ich wieder einen besseren Überblick und folge auch nur interessanten Personen oder Unternehmen.

Was können Anbieter von Event Locations aus diesem Buch lernen?

1. Ein Google+ Profil wird in Zukunft immer wichtiger werden, da Google die Profile in seine Suchergebnisse einbezieht. Da Google großen Wert auf “Vertrauen” legt und u.a. danach die Suchergebnisse bewertet, bietet sich ein Google+ Profil auf jeden Fall an. Denn sich selbst vertraut Google schließlich am meisten.

2. Um ein Profil anlegen zu können braucht man erst einmal ein eigenes Konto bei Google. So hat mal sowohl Zugang zu Google+ als auch zu Gmail (kostenloser
Email-Dienst von Google) und allen anderen Angeboten. Aus dem eigenen Profil lässt sich dann eine Unternehmensseite anlegen.

3. Ebenso sollte man sich gerade als Event Location bei Google Local (früher Google Places) registrieren. Google Local ist im Gegensatz zu Google Places direkt im sozialen Netzwerk Google+ verankert, d.h. in den Suchergebnissen wird auf das Google+ Profil hingewiesen sofern dieses vorhanden ist. Wichtig bei Google Local ist die Möglichkeit die Location direkt zu bewerten, zu kommentieren, sharen etc., d.h. dem Suchenden werden direkt echte Kundenmeinungen zu der jeweiligen Location angezeigt. Darüber hinaus übernimmt Google Local die Standortzuordnung in Eigenregie.

4. Wichtig ist, dass so viele Informationen über die Event Location, Räumlichkeiten, Lage usw. gegeben werden damit die potenziellen Kunden vorab ein guten Eindruck bekommen und Google wertvolle Daten sammeln kann, die wiederum in die Suchergebnisse einfließen.

5. Vom Google+ Profil kann direkt auf die Unternehmens-Homepage, den Blog und weitere Webprofile verwiesen werden. Ebenso kann man als Autor eines Blogs eine direkte Verlinkung anlegen, so dass das eigene Profilbild neben den geschriebenen Beiträgen in den Suchergebnissen erscheint. Das wird als Author Rank bezeichnet. Nach dem Page Rank und dem Trust Rank wird der Author Rank in Zukunft immer wichtiger werden, d.h. nicht mehr die interessantesten Webseites oder Inhalte sind für Google wichtig, sondern viel mehr der Verfasser eines Beitrags. Der Author Rank schafft Vertrauen, da man mit seinem Bild und seinem Namen für den Artikel steht. Google leitet daraus ab, dass der Beitrag qualitativ gut sein muss, denn niemand würde für einen schlechten Inhalt mit seinem Namen und Bild stehen.

6. Es sollten möglichst ein Profilbild und weitere Fotos hochgeladen werden damit die Besucher des Profils einen ersten Eindruck von der Event Location bekommen.

7. Mehrmals pro Woche sollten aktuelle Informationen bzw. Beiträge auf Google+ veröffentlicht werden damit die Follower immer wieder an die Location erinnert und die Beiträge verbreitet werden. Die Inhalte sollten qualitativ hochwertig sein und einen Mehrwert für die Follower bieten. Sinnvoll ist es auch hier Keywords in den Texten und Überschriften zu verwenden. (Siehe auch Punkt Nummer 4)

8. Die Beiträge sollten nach Möglichkeit für die Öffentlichkeit bestimmt sein, da sie dann auch in die Suchergebnisse einfließen und für jeden sichtbar sind. Falls ihr auch Beiträge habt, die nur für bestimmte Follower sichtbar sein sollen, könnt ihr den jeweiligen Kreis hinzufügen. Es gibt vorgegebene Kreise, aber auch die Möglichkeit selbst welche zu erstellen. Kreise können z.B. Freunde, Familie, Arbeit, News oder Dienstleister etc. sein. Dort werden dann die entsprechenden Personen und Unternehmen eingeordnet. Keine Angst, niemand weiß in welchem Kreis er oder sie bei einer anderen Person ist.

9. Man sollte nur Personen und Unternehmen in seine Kreise aufnehmen, die relevant sind und interessante Inhalte bieten. Es macht keinen guten Eindruck, wenn man selbst 500 Personen folgt und man aber selber nur 100 Follower hat.

10. Gegebenenfalls auch Beiträge von anderen Followern +1 und/oder sharen, wenn ihr das für angemessen bzw. den Beitrag für interessant haltet. So sehen eure Follower und auch Google, dass ihr nicht nur selbst +1 und shares haben wollt, sondern auch bereit seid dafür etwas zu geben.

11. Mit der Google+ App kann das Google+ Profil noch besser überwacht werden. So kann man sich Benachrichtigungen zusenden lassen, wenn jemand auf einen Beitrag reagiert hat oder aber man kann seine Kreise auf “Kontakleichen” untersuchen. Also auf Personen und Follower, die schon lange nichts mehr gepostet haben. Diese kann man dann getrost aussortieren.

Fazit: Ein tolles Buch für Google+ Einsteiger. Man kann sich Schritt für Schritt durch das Buch und somit durch das Google+ Profil arbeiten, von der Erstellung des Accounts über die Aufnahme von Kontakten in die Kreise bis zum Verbreiten der Beiträge und der besseren Reichweite bei Google. Das Buch kann ich vor allem Personen empfehlen, die bislang noch nicht groß mit sozialen Netzwerken in Kontakt gekommen sind. Allen anderen kann ich empfehlen die erste Hälfte des Buches zu überspringen und sich nur mit dem Marketing-Teil zu beschäftigen, da dieser sehr informativ und interessant war.

 

“Social SEO“ von Dirk Schiff – Buchrezension

“Social SEO. Unternehmer-Ratgeber zu Social Media, Google, SEO & SEM“

“Social SEO. Unternehmer-Ratgeber zu Social Media, Google, SEO & SEM“
“Social SEO. Unternehmer-Ratgeber zu Social Media, Google, SEO & SEM“

Die Überschrift des ersten Kapitels macht mir Hoffnung: “SEO – erste Schritte“. Und es hält was es verspricht, wobei mit “es“ nicht nur das erste Kapitel gemeint ist. Jedoch beginnt hier die auf der Buchrückseite angekündigte Reise “durch die Welt von Social Media, SEM, SEO und Usability“.

Unser ständiger Reisebegleiter ist Dirk Schiff, der zunächst eine kaufmännische Ausbildung absolvierte und sich nach einem Studium der Ernährungswissenschaften an der Deutschen Hochschule für Prävention sowie einem Studium an der freien Journalistenschule in Berlin, nun seit einigen Jahren mit dem Thema Search Engine Optimization (SEO) beschäftigt. Neben seiner Tätigkeit als freier Journalist, Texter und Autor ist er Gründer der Agentur “In Seo”.

Im Verlauf der 333 Seiten von “Social SEO” macht uns der Autor des 2012 im BHV Verlag erschienenen Buches allerdings auch mit anderen Fachleuten bekannt. Zu beinahe jedem der neun großen Kapitel, die jeweils mehrere Unterkapitel enthalten, gibt es mindestens ein Interview mit einem entsprechenden Experten. Interviewpartner sind unter anderem Jens Fauldrath, Senior Expert SEO der Deutschen Telekom AG P&I , Anna-Lena Radünz, Marketingfachfrau und Social Media Managerin sowie der Inhaber und Namensgeber von “Sportnahrung Engel”, Christian Engel. Hier finden sich teilweise auch Tipps speziell für Gründer. Es gibt zahlreiche Beispiele und Screenshots sowie Link-Angaben, so dass man nicht lange suchen muss, wenn man das gerade gelesene selbst ausprobieren oder umsetzen möchte. Zu einigen der Unterkapitel finden sich auch hervorgehobene “Tipp”-Boxen, die zusätzliche Hinweise und Anregungen enthalten.

Die Inhalte und deren Aufbereitung sind sowohl für Einsteiger auf den Gebieten der Markenbildung und Suchmaschinenoptimierung als auch für Fortgeschrittene geeignet, die Informationen und Tipps zu Social Media und Internetmarketing suchen. Die “Einführung in Social Media“ stellt neben generellen Informationen zu Social Media Optimization (SMO) und verschiedenen Maßnahmen u.a. die Netzwerke Facebook, Google+ und Twitter näher vor. Mit dem Kapitel zum “Internet- und Suchmaschinenmarketing“ werden die Stränge zusammengeführt. In einem der großen Kapitel erhält man einen guten Überblick über die einzelnen Funktionen der bekanntesten und marktführenden Suchmaschine Google, die Dos und Don’ts, die Chancen und Risiken. In der zweiten Hälfte des Buches geht der Autor u.a. näher auf die Rankingfaktoren und Richtlinien sowie Neuerungen und Aussichten bei Google ein. In dem Kapitel “Social Media in Unternehmen” rücken XING, LinkedIn und Pinterest in den Vordergrund.

Social SEO für Event Locations

Ein nicht zu unterschätzender Teil des gesellschaftlichen Lebens spielt sich heutzutage im Internet ab. Nachrichten, Kontakte, Unterhaltung – das alles und mehr findet man online. Wer etwas sucht, der sucht hier und wer z.B. als Location Betreiber hier nicht gefunden wird, für den wird es schwer sich im Konkurrenzkampf zu behaupten. Um besser gefunden zu werden bzw. ein gutes Ranking bei Google zu erreichen bedarf es eines ganzheitlichen Konzepts, das sowohl Onpage- als auch Offpage-Optimierung und neben SEO- verstärkt SMO-Maßnahmen umfassen sollte. Dabei ist es ratsam u.a. die folgenden Punkte zu beachten:

1. Onpage-Optimierung – Ausgangspunkt ist zunächst die eigene Location Webseite, die für den zukünftigen Gast bzw. Veranstalter optimiert werden soll, d.h. neben der Erzielung eines guten Rankings bei Google geht es hier hauptsächlich um die Benutzerfreundlichkeit der Seite. Somit umfasst die Onpage-Optimierung nicht nur suchmaschinenrelevante Maßnahmen (interne Verlinkung und Meta-Tags), sondern vor allem solche, die die Absprungrate verringern. Dazu können eine gute Menüführung und präzise Suchoptionen beitragen. Bsp. sollten auf der Webseite eines Restaurants die Reservierungsmöglichkeiten oder im Falle eines Konferenz Hotels die nötigen Informationen und Kontaktdaten für Eventveranstalter leicht zu finden sein.

2. Offpage-Optimierung – Maßnahmen zur Optimierung außerhalb der eigenen Webseite haben stärkeren Einfluss auf die Suchmaschinenergebnisse, als die Onpage-Optimierung. Der wichtigste Punkt hierbei ist der Aufbau einer Backlink-Struktur, also eingehender Links. Hierbei spielt wiederum die Relevanz der Links und die Qualität der jeweiligen Webseite eine wichtige Rolle. Kommen die Links aus einem beliebigen Umfeld wird die Struktur nicht unbedingt als „vertrauenswürdig“ angesehen. Demnach ist es sinnvoll sich bspw. um Verlinkungen mit Webseiten von Event-Partnern sowie relevanten Fachmedien aus dem Eventbereich zu bemühen.

3. Nicht zu viele Keywords – Keywords sollten mit Bedacht gewählt werden. Es kommt weniger auf die Dichte an, die als Rankingfaktor bei Google an Bedeutung verloren hat, sondern auf die richtige Auswahl und überlegte Platzierung. Als Betreiber einer Location Webseite sollte man sich darum genau überlegen, zu welchen Schlagwörtern bzw. Schlagwortkombinationen man gefunden werden will. Für ein Hotel kann demnach die Ergänzung des Schlagworts “Hotel” um entsprechende Attribute hilfreich sein z.B. “Konferenz Hotel” oder “Konferenz Hotel <Ort>”. Der Einsatz von Keywords in Titel, Beschreibung, Überschriften und Texten ist zwar nach wie vor wichtig, sollte aber nicht dominieren, sondern natürlich wirken.

4. Unterschiede bei sozialen Netzwerken – Wer Inhalte zu einem bestimmten Thema über soziale Netzwerke verbreiten will, sollte diese für das jeweilige Netzwerk entsprechend aufbereiten. Die Nutzer von Facebook, Google+ und Twitter sprechen nicht unbedingt dieselbe Sprache. Es herrscht aber nicht nur jeweils ein anderer Umgangston, auch die Interessen können verschieden sein, weshalb auch zu überlegen ist, ob bestimmte Inhalte sich wirklich zur Verbreitung über jedes dieser Netzwerke eignen. Bilder und Insights, die dem User einen Blick hinter die Kulissen des Locationbetriebs und in den Arbeitsalltag des dort beschäftigten Teams gewähren, kommen sowohl auf Facebook als auch auf Google+ gut an.

5. Schneller, höher, weiter – Es gibt viele Annahmen in Bezug auf die unternehmerische Nutzung von Social Media bzw. deren Beitrag zum Unternehmenserfolg. Diese beziehen sich u.a. auf die Menge an und Interaktion mit Followern, den Umfang und die Verbreitung von Texten und die „Kreativität“ bei der Planung von Aktionen. Mehr Kontakte, viel Interaktion, lange Beiträge und ausgeflippte oder kostspielige Aktionen führen aber nicht unweigerlich zu Erfolg. Besucher sind nicht zwangsläufig Kunden. Kampagnen gezielt planen und mit Textinhalten Mehrwert produzieren – es sollte ein roter Faden erkennbar sein und das Profil der Event Location unterstützt werden.

6. Social Signals – Wer den Like-, +1- oder Retweet-Button drückt, der spricht damit eine Empfehlung über den damit verbundenen Inhalt aus und sendet Social Signals. Auch durch das „Sharen“ in sozialen Netzwerken werden diese Signale gesendet, die wiederum Auswirkungen auf die Bewertung einer Webseite durch Google haben. Darum sollten die Social Buttons, die das Teilen ermöglichen, an den entsprechenden Stellen vorhanden bzw. hervorgehoben werden und die User zum Teilen ermutigt werden.

7. Google AdWords – Neben der Schaltung kostenpflichtiger Werbeanzeigen kann bei Google AdWords das kostenlose Keyword-Tool genutzt werden. Damit lässt sich die Zahl der monatlichen Suchanfragen für ein Keyword bzw. eine Keywordkombination ermitteln. Das Tool liefert sowohl Angaben über globale als auch lokale Suchanfragen. Werbeanzeigen, die mit Google Adwords geschalten werden erscheinen über und rechts von den Google Suchergebnissen. Es kann festgelegt werden, zu welchen Schlagworten diese dann erscheint sowie ein bestimmter regionaler und / oder ein zeitlicher Raum, in dem dies erfolgen soll. Die Kosten der Anzeige richten sich nach der Anzahl der Klicks, also wie oft eine Anzeige aufgerufen wird und dem “Gebot pro Klick”, das bei der Erstellung der Anzeige manuell festgelegt werden kann und sollte. Besonders bei der ersten Anzeige ist es sinnvoll diese Funktion in Anspruch zu nehmen und das Standardgebot mit einem niederen Betrag festzulegen z.B. 1 Euro.

Hinweis: Tipps für effektives Location-Marketing mit Google AdWords findet ihr im Gastbeitrag vom AdWords Experten Kim Weinand

Fazit: Generell findet man in “Social SEO” eine gute Mischung zwischen Theorie und Praxis. Die Erläuterungen und Ausführungen zu Begriffen wie SEO, SMO und Co. sind leicht verständlich und nicht zu ausschweifend. Andere Textstellen lesen sich wie Anleitungen, anhand derer man Schritt für Schritt vorgehen kann z.B für das Erstellen und Versenden von Newslettern. Wer das Buch von vorne bis hinten durchliest, dem mag auffallen, dass sich in diesen Passagen manche Erläuterungen und Begriffserklärungen wiederholen. Allerdings kann das sehr hilfreich sein, wenn man ein konkretes Thema nachlesen bzw. eine Maßnahme anhand des Buches ausprobieren möchte und dann nicht herumblättern muss, um die betreffende Erläuterung oder Begriffserklärung zu suchen. Dieses Buch eignet sich besonders gut für Einsteiger in das Thema SEO, aber auch für diejenigen, die ihr Wissen auffrischen und um Kenntnisse über Soziale Netzwerke und SMO erweitern wollen.

Über den Autor
Dirk Schiff ist Buchautor und Gründer der SEO Agentur DirkSchiff.de aus München.

“Online-Marketing mit Google” von Guido Pelzer & Mirko Düssel – Buchrezension

“Mit SEO und SEA werden Sie gefunden”

"Online-Marketing mit Google - Mit SEO und SEA werden Sie gefunden"
„Online-Marketing mit Google – Mit SEO und SEA werden Sie gefunden“

Das Buch “Online-Marketing mit Google – Mit SEO und SEA werden Sie gefunden” ist erst vor wenigen Monaten im Dezember 2012 in der Erstauflage im Addison-Wesley Verlag erschienen. Es umfasst 276 Seiten und bietet einen Überblick über mögliche SEO- und SEA-Maßnahmen, um die eigene Webseite ideal bei Google zu positionieren.

Die beiden Autoren Guido Pelzer und Mirko Düssel beschäftigen sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema Online-Marketing. Guido Pelzer ist Experte im Internetmarketing und arbeitet nebenbei als Autor und Dozent. Herr Pelzer begleitete Google seit der Einführung in Deutschland, war einer der ersten fünf Google-Seminarleiter und ist heute zertifizierter Google-Partner. Mirko Düssel ist als (Marketing-)Berater, Autor und ebenfalls als Dozent tätig. Neben diesem Buch hat er bereits viele weitere Artikel und Bücher zum Thema (Online-)Marketing veröffentlicht.

Online-Marketing bzw. SEM, SEO oder SEA – Was heißt das eigentlich?

Online-Marketing – ein Begriff, der in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat und uns allen permanent über den Weg läuft. Aber was genau bedeutet das eigentlich? Genau damit beschäftigt sich das Buch. Für viele ist Online-Marketing ein separater Teil im Unternehmen. Doch genau das sei das Problem sagen die Autoren. Online-Marketing und Offline-Marketing gehörten zusammen und müssten auch zusammen betrachtet werden. Deshalb setzt das erste Kapitel genau dort an, bei den Grundlagen des Offline-Marketings. Von der Marketing-Definition über die Marktanalyse, die Strategieentwicklung bis zur detaillierten Planung und Umsetzung mit dem Marketing-Mix, denn ohne diese Grundlagen lässt sich auch im Online-Marketing nicht erfolgreich arbeiten. Erst darauf könnte man das Suchmaschinenmarketing (Search Engine Marketing; SEM) aufbauen, d.h. die richtigen Keywords recherchieren, eine Ist- und Konkurrenzanalyse durchführen sowie die Online-Marketingziele festlegen bevor man mit den eigentlichen Maßnahmen anfängt. In detaillierten Beschreibungen werden SEO– (Search Engine Optimization / Suchmaschinen-Optimierung) und SEA-Maßnahmen (Search Engine Advertising / Suchmaschinen-Werbung) erklärt. Dabei gehen die Autoren auf das Wie ein. Wie schafft man es bei Google gut gerankt zu werden und mit kostenlosen oder kostenpflichtigen Maßnahmen die eigene Weibseite bekannter zu machen? Was mag Google nicht und worauf muss man beim Online-Marketing achten?

Anschließend werden die Vor- und Nachteile beider SEM-Maßnahmen hervorgehoben. So kommen die Autoren zu dem Schluss, dass ein guter Mix aus SEO- und SEA-Maßnahmen am besten für eine erfolgreiche Platzierung bei Google sei. Ebenso werden Tools zum Controlling des Online-Marketing vorgestellt und es wird abschließend auf die Optimierung der Landingpage eingegangen. Zum Schluss erfolgt ein Ausblick auf die zukünftigen Trends im Online-Marketing und insbesondere bei Google.

Das Buch eignet sich sehr gut für SEM-Einsteiger und für Personen ohne Marketing-Vorwissen, die sich für Online-Marketing interessieren. Die Themen bauen logisch aufeinander auf und erklären detailliert und vor allem einfach verständlich die wichtigsten SEM-Maßnahmen. Es werden hilfreiche Tools von Google, aber auch anderen Anbietern vorgestellt, die die Arbeit im Online-Marketing erleichtern sollen. Durch viele Abbildungen werden Themen veranschaulicht, was die Verständlichkeit noch einmal unterstreicht. Besonders hilfreich sind die Checklisten “Was ist zu tun?” am Ende von jedem Kapitel. Dort ist noch einmal in Stichpunkten zusammengefasst, was man in dem Kapitel gelernt hat und was genau jetzt getan werden muss. Wie im Titel erwähnt bezieht sich das Buch ausschließlich auf die Suchmaschine Google. Da Google 90% der täglichen Suchanfragen in Deutschland bearbeitet, ist das Buch also ideal. In vielen Kapiteln werden zusätzlich noch verschiedene Tipps gegeben, die wiederum sehr hilfreich und nützlich sind.

Auf der anderen Seite gibt es allerdings auch Stellen, die sich mit Programmiercodes etc. befassen, was für Nicht-Informatiker nur schwer nachvollziehbar ist. Ebenso ist die Einleitung mit den Grundlagen des Offline-Marketings mit etwas mehr als 80 Seiten (von insgesamt 276 Seiten) für meinen Geschmack ein bisschen zu lang. Natürlich sind die Grundlagen wichtig für das weitere Vorgehen, aber das könnte man auch ein wenig kürzer fassen. Darüber hinaus ist das Buch für absolute Einsteiger geschrieben, die kein bzw. wenig Vorwissen haben. Für Personen, die in diesem Themenfeld aktiv sind, ist es eine gute Wiederholung bzw. gut zur Festigung des bereits vorhandenen Wissens geeignet und stellt einen klaren Ablaufplan für SEM-Maßnahmen bereit. Mit meinem Wissensstand konnte ich in dem Buch leider nur wenig neue Informationen für mich entdecken.

Was heißt das jetzt konkret für die Webseiten Betreiber von Event Locations?

SEO ist Suchmaschinen-Optimierung, d.h. die Webseite wird so angepasst, dass die Suchmaschinen die Seite leichter finden und somit auch an guter Position in den Suchergebnissen platzieren. Das ist gerade für Anbieter von Event Locations sehr wichtig, da die Konkurrenz unglaublich hoch ist. Eine ideale Position ist auf der ersten Seite bei Google, am besten unter den ersten drei Suchergebnissen, um schnell und einfach von Eventveranstaltern gefunden zu werden. Wie man dies erreicht, wird im Folgenden erklärt:

  1. Die Eintragung der Event Location bei Google Local bzw. Google Places ist von großem Vorteil, da die Eventveranstalter meistens lokal suchen und direkt sehen können, wo sich die Event Location befindet. Einträge bei Google Local / Google Places sind die, die mit Adresse und Karte angezeigt werden. Diese sind kostenlos.

  2. Die Optimierung der Webseite wird anhand der Keywords vorgenommen. Das sind die Wörter, unter denen die Webseite gefunden werden soll. Bei einem Restaurant wäre das “Restaurant” und spezieller “Italienisches Restaurant”, am besten aber “Italienisches Restaurant Berlin” (bzw. den jeweiligen Ort). Natürlich können mehrere Keywords verwendet werden, max. jedoch 10. Wichtig ist, dass man keine falschen bzw. irreführenden Keywords verwendet nur um besser gefunden zu werden (Beispiel: Bei dem italienischen Restaurant “Weinkeller” als Keyword benutzen, obwohl es keinen gibt, sondern nur einzelne Weine angeboten werden). Das mag Google nicht und das mögen die User bzw. Kunden auch nicht. Absprungraten werden registriert und von Google früher oder später mit Abstufung im Ranking bestraft. Für die Keyword-Recherche stellt Google kostenloses Keyword-Analyse-Tool zur Verfügung. Dafür benötigt man lediglich einen Google Adwords Account.

  1. Ebenso sind Links von anderen, insbesondere qualitativ hochwertigen Webseiten, auf die eigene Webseite unumgänglich um ein gutes Ranking zu erreichen. Wie wäre es denn mit einer Verlinkung bei dem Lieferanten oder Weinanbieter? Aber auch interne Links auf der eigenen Webseite, d.h. innerhalb der einzelnen Unterseiten (z.B. Weinkarte, Speisekarte, Unsere Location etc.) mag Google sehr.

  2. Neben SEO gibt es auch SEA (Search Engine Advertising), die Suchmaschinen-Werbung. Dieser Teil wird ebenfalls von Google unter dem Programm Google AdWords angeboten, ist jedoch kostenpflichtig und richtet sich nach den Costs per Click (Kosten pro Klick). Schritt für Schritt können Werbekampagnen erstellt werden, die dann zu bestimmten Tageszeiten oder Suchanfragen angezeigt werden. Die kostenpflichtigen Anzeigen erscheinen separat und hervorgehoben über oder neben den normalen Suchergebnissen.

  3. Ideal ist ein guter Mix aus SEO und SEA. SEO ist im Gegensatz zu SEA sehr zeitaufwendig und muss ständig überprüft und aktualisiert werden, wobei man bei SEA die Werbekampagne für einen bestimmten Zeitraum anlegen kann und sich nicht weiter darum kümmern müsste. Natürlich wird aber auch dort empfohlen regelmäßig die Reichweite/Erfolg etc. zu überprüfen.

  4. Wichtig für ein gutes Page-Ranking ist außerdem die Optimierung der Landingpage, also der Seite, auf der die Besucher landen. Auf einer gut organisierten Webseite verweilen die User länger, was wiederum für Google eine Rolle spielt.

  5. Eine gute Landingpage/Webseite ist übersichtlich, klar strukturiert, hat deutliche Überschriften, die genau aussagen um was es geht und es gibt einen Call-to-Action Button, also ein Ziel was die User tun sollen.

Zusammengefasst ist für Google folgendes wichtig: Keywords, Absprungraten (Bounce-Rates), Verweildauer auf einer Webseite, wie viele Unterseiten auf einer Webseite angeklickt wurden, das Alter der Domain und die internen sowie externen Links. Wichtig ist, dass man es nicht übertreibt, sondern immer ein Mittelmaß findet, denn zu wenig findet Google nicht gut (kein Vertrauen) und zu viel ist für Google auffällig und stuft die Webseite ab.

Fazit: Das Buch ist ideal für jeden, der sich schnell und einfach über die Themen SEM, SEO und SEA informieren und weiterbilden möchte. Kurz, prägnant ohne irgendwelche Ausschweifungen und vor allem leicht verständlich. Die Kapitel sind logisch aufeinander aufgebaut und stellen einen klaren Ablauf- und Strukturplan für die SEM-Maßnahmen bereit. Die Checklisten am Ende der Kapitel sowie die zusammenfassenden Tipps sind perfekt für den täglichen Gebrauch. Das Lesen macht wirklich Spaß und geht leicht von der Hand. Wer bei Google gefunden werden möchte, sollte sich dieses Buch wirklich zu Herzen nehmen.

6 häufige Fehler im Umgang mit Google AdWords beim Location-Marketing

Gastbeitrag von Kim Weinand (Foto), Geschäftsführer von ITworks

Kim Weinand
Kim Weinand

„Etwas googeln“ ist fest verankert im Wortschatz jedes Internetnutzers und für viele ist Google die erste Anlaufstelle im Internet überhaupt. Google-AdWords bezeichnet das Werbenetzwerk von Google. Auf den Suchergebnisseiten sehen Sie je nach Wettbewerbssituation und Suchvolumen der eingetippten Begriffe die Werbe-Einblendungen im oberen sowie im rechten Bereich der Ergebnisansicht.

Beim AdWords-Marketing werden häufig Fehler begangen, die Geld kosten.
Hier 6 häufige Fehler im Bereich des Location-Marketing, die sich einfach vermeiden lassen.

1. Zu allgemeine Keywords

Bei der Gestaltung von AdWords-Kampagnen werden häufig alle weitreichend infrage kommenden Keywords eingepflegt. Dass dies nicht unbedingt sinnvoll ist, zeigt sich spätestens dann, wenn zwar viel Traffic erzeugt wird (und damit Kosten produziert werden), dieser sich aber nicht in Umsatz ummünzen lässt. Wenn ich eine Location für Events anbiete, sollte ich nicht allgemeine Begriffe wie „Veranstaltung“ oder „Event“ wählen. Je allgemeiner ein Begriff ist, desto schlechter wird das Kosten-Nutzen-Verhältnis.

2. Keine ausschließenden Keywords

In den Kampagneneinstellungen bietet Google die Möglichkeit, ausschließende Keywords einzufügen. Häufig wird dieser Schritt übersehen, was dazu führt, dass die Anzeigen auch bei Suchanfragen geschaltet werden, die zwar die gewünschten Keywords enthalten, aber nicht zielführend sind.  Beispiel: Ich biete eine Event-Location in Köln an. Dann kann ich als ausschließendes Schlüsselwort „Bonn, Leverkusen, Hürth“ usw. nutzen. Wenn ich einen Onlineshop für Event-Equipment betreibe, kann ich als ausschließende Keywords zum Beispiel „Gebraucht“ oder „Erfahrungsbericht“ nutzen.

3. Keyword-Übereinstimmungstyp „Weitgehend“ wird als Standardeinstellung belassen

In den Anzeigengruppen ist der Keyword-Übereinstimmungstyp „weitgehend“ als Standardeinstellung festgelegt. Wird diese Einstellung belassen, werden auch ähnliche Keywords wie auch Pluralformen der Keywords genutzt, auch wenn sich diese nicht in der Keyword-Liste befinden. Um die Qualität zu steigern, sollte die Einstellung auf „Genau passend“ umgestellt werden, damit nur Begriffe aus der Keyword-Liste verwendet werden.

4. Adwords-Anzeigen ohne Keyword-Relevanz und Call-To-Action

Die Anzeige ist das Erste, was der Interessent von Ihnen sieht. Überschrift und Anzeigentext müssen den Nutzer innerhalb von Sekundenbruchteilen davon überzeugen, dass er bei Ihnen findet wonach er sucht. Die Anzeige sollte daher die Suchanfrage widerspiegeln und die Keywords enthalten. Ist dies der Fall, erkennen die Interessenten ihre Suchanfrage darin auch wieder.  Achten Sie vor allem auf die Überschrift. Versuchen Sie die Suchbegriffe dort einzubauen, da Google die eingegebenen Keywords fett darstellt. Zudem sollten Sie im Text eine Aufforderung an den Betrachter senden: „Jetzt bestellen“, „Sparen Sie 20%“, „Kostenloser Vergleich“, „50 € für Ihr Altgerät“.

5. Keine relevanten Zielseiten

Ein weiterer sehr wichtiger Tipp für Ihre Anzeigen ist die Nutzung eines zielgerichteten Links. Wenn Sie ein Produkt bewerben, leiten Sie die Interessenten nicht auf die Startseite Ihrer Homepage, sondern setzen Sie den Link direkt auf die Webseite, auf der man das Produkt auch sehen und bestellen kann. Allzu oft wird als Zielseite nur die Home-Webseite angegeben, die häufig zu allgemein gestaltet ist. Erfolgversprechender ist es allerdings, auf eine gezielt auf das Anzeigenthema gestaltete Landing-Page weiterzuleiten, damit der Nutzer genau das findet, wonach er sucht und auch Google die hohe Relevanz der Seiteninhalte erkennen kann.

6. Zu unspezifische örtliche Steuerung

Gerade im Bereich Event- und Location-Marketing (von Restaurant, Hotel, Kongresszentrum bis zu weiteren Event Locations wie Event-Hallen, Museen, Schiffe) sollte man sich über eine geografische Beschränkung Gedanken machen. Die Wahl der passenden Zielregion ist ausschlaggebend dafür, in welchem Wirkungskreis die Anzeige erscheint. Wenn ich Restaurant-Besitzer in München bin und regional Catering anbiete, dann nützt es mir wenig, wenn meine Anzeige in Berlin geschaltet wird.

Zuletzt noch eine persönliche Anmerkung: Fangen Sie klein an. Erfahrungen im Adwords-Marketing kommen nicht über Nacht. Einfach mit einem kleinen Anfangsbudget herumprobieren und damit eine kleine, günstige Kampagne starten. Auf keinen Fall planlos ein komplettes Werbebudget mit einem Schlag ausgeben und erst zu spät feststellen, dass man doch noch Lernbedarf hatte.

Über den Autor

Kim Weinand ist Gründer und Geschäftsführer der Firma ITworks Systemhaus GmbH.
Als zertifizierter Online-Marketing-Manager und EDV-Sachverständiger leitet er die Bereiche Internetservices und Online-Marketing bei ITworks. Zudem betreut er den Zertifizierungslehrgang Online-Marketing-Professional an der IHK Koblenz. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Online-Marketing-Strategieberatung und Suchmaschinenoptimierung. Weitere Informationen zum Thema gibt es hier bei „Kim Weinand – AdWords-Marketing“.