Startup Jahr Nr. 1

Meine persönlichen drei Learnings für Startup Gründer

Genau 1 Jahr ist es her, dass mein Startup eventsofa das Licht der Online-Welt erblickt hat. Stürme, Flaute, herrliches Wellenreiten – alles war dabei. Was andere Gründer und Gründerinnen daraus lernen können, habe ich in meinen persönlichen Learnings zusammengefasst.

Startup Gründerin Stefanie Jarantowski
Startup Gründerin Stefanie Jarantowski

1. Allein währt am längsten

Als Einzelgründer fällt man schon mal zwischen den zahlreichen Team-Gründern auf. Betont die VC-Seite, dass vor allem Investitionen in Teams Sinn machten, erhält man von Startup-Seite oft fragende Blicke, wenn man sich als Einzelgründer vorstellt. Dabei liegt der Hauptgrund im Misserfolg von Startups bei Streitigkeiten und Zerwürfnissen im Team. Erst kürzlich sagte Christoph Räthke, Leiter der Berlin Startup Academy, dazu im Tagesspiegel: „70 Prozent aller Startups, die scheitern, scheitern an einem Problem mit dem Team“. Aha.

Abgesehen von diesen Zahlen hat sich in meinem ersten Startup Jahr für mich bestätigt, dass es richtig war allein zu gründen. Du planst das große Ganze aus einer Hand, setzt die Segel für einen klaren Kurs, lebst deine Ideale und bestimmst die Firmenkultur. Keine Kompromisse, kein Aufwiegen wer mehr arbeitet, keine Streitigkeiten. Natürlich ist nicht alles Sonnenschein und natürlich haben Team-Gründungen auch Vorteile. Diese muss man sich als Solo-Gründer versuchen anders zu erschaffen. Zum Beispiel durch ein gut funktionierendes Netzwerk. Man braucht Menschen um sich, mit denen man sich fachlich und persönlich austauschen kann, die einem ein ehrliches Feedback geben und auch mal mit aufbauenden Worten zur Seite stehen. Das kann ein Coach sein, muss aber nicht. Wo ich auch schon beim zweiten Learning wäre.

Startup Team eventsofa
Startup Team eventsofa

2. Wo Coach drauf steht, steckt noch lang keiner drin

Es gibt gute Coaches. Und es gibt weniger gute Coaches. Bei der großen Anzahl auf dem Markt wenig verwunderlich. Doch woran erkenne ich einen guten Coach? Nach meiner Erfahrung aus Vor- und Nachgründungscoaching merkst du schnell, ob sich jemand für dein Startup und dein Produkt interessiert oder nicht. Wenn es nach drei Terminen nicht über Allgemeinplätze hinaus geht, dein Coach immer noch nicht richtig weiß was du machst und sich nicht an Details eurer Termine erinnern kann, obwohl du sie im Protokoll festgehalten hast, dann lass es lieber sein. In der Regel wird sich das auch nicht nach dem fünften oder sechsten Termin ändern.

Gute Coaches sind engagiert, sie kümmern sich. Gute Coaches geben nicht nur ihr Fachwissen weiter wie bei jedem Vortrag oder bei jedem anderen Coaching-Termin, sondern schauen sich dich und dein Startup genau an. Gute Coaches denken sich in dein Produkt rein und teilen sich mit dir einen Erfahrungsschatz.

Oft findet man einen Coach außerhalb der offiziellen Coaching Programme. Geh deshalb mit einem offenen Blick durch die Welt. Vielleicht hast du deinen Coach längst gefunden.

Der 1. eventsofa Geburtstag
Der 1. eventsofa Geburtstag

3. My home is my castle – und nicht nur Arbeitsplatz

Selbstdisziplin und eigenständiges Arbeiten sind Fähigkeiten, die mir schon lang nachgesagt werden. Und doch musste ich lernen, dass das Arbeiten aus dem Home Office auf Dauer schwierig ist. Jeder Gründer weiß, dass die Arbeitswoche 7 statt 5 Tage hat und man gut über 40 Wochenstunden kommt. Wenn Arbeitsplatz und Privat-Räume derart verschmelzen, man nicht mehr raus kommt sowie Input und Reize von außen fehlen, dann heißt es schleunigst: raus aus dem Home Office.

Für ein Bootstrapped Startup wie mich gibt es da nur einen Haken: Wie bezahle ich die Büroräume? Gar nicht. Aber: Es gibt Alternativen, wie das Café mit WLAN, die Stadtbibliothek oder Coworking-Arbeitsplätze. Wobei letztere schon etwas kosten. Für mich und das eventsofa Team (wir sind jetzt zu dritt) habe ich einen Mix entwickelt aus Home Office, Bibliothek & Coworking.

Das kann ich nur jedem empfehlen bis die eigenen Büroräume bezogen werden können. Und wer weiß, vielleicht gibt es sie schon bald, die eigenen eventsofa Büroräume. In jedem Fall freue ich mich sehr auf das zweite Startup Jahr mit eventsofa. Ich bin davon überzeugt, dass es ein ereignisreiches, spannendes und lehrreiches Jahr wird – ich bin bereit!

 

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